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SPD-Fraktion zeigt sich tief besorgt wegen grenznahen Atomkraftwerken

Anlässlich der wachsenden Proteste gegen die Atomkraftwerke von Cattenom und Tihange erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Nico Steinbach: „In den Atomkraftwerken, die nicht weit von der rheinland-pfälzischen Landesgrenze liegen, ist seit Jahren eine Serie von Pannen zu verzeichnen. Brände, Notabschaltungen und Strahlenunfälle haben sich ereignet. Die Bevölkerung wird weiter verunsichert, da immer wieder Nachrichten über Laufzeitverlängerungen bis zu 50 Jahren die Runde machen. Dabei steigt mit jedem weiteren Laufjahr das Risiko eines großen Störfalls. Es ist daher völlig verständlich, dass die Proteste zunehmen. Völlig zurecht wollen viele Menschen in der Region Trier nicht mehr akzeptieren, dass diese Atomkraftwerke für die Menschen in dieser Region ein wachsendes Risiko darstellen. Die Übergabe einer Petition mit fast 23.000 Unterzeichnern gegen die AKWs von Cattenom und Tihange in dieser Woche an Ministerpräsidentin Malu Dreyer belegt dies eindrücklich.“

Steinbach betont: „Als SPD-Fraktion begrüßen wir, dass sich die Landesregierung der Klage der Region Aachen gegen das Atomkraftwerk Tihange angeschlossen hat und den Beitritt zur Klage gegen das Kraftwerk Cattenom prüft. Rasch soll das Thema auch im Landtag aufgerufen werden. Es muss deutlich werden, dass die Menschen das hohe Risiko der Atomkraft nicht mehr tragen wollen und dass es realistische Alternativen zur Stromerzeugung gibt. Rheinland-Pfalz hat mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien gezeigt, dass Strom langfristig auch sauber und umweltfreundlich erzeugt werden kann. Auf diesen Weg sollte sich die gesamte deutsch-französisch-belgisch-luxemburgische Großregion begeben.“